Mysterious Mr. Lorre

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Er spielte falsche Professoren und kleptomanische Taschendiebe, ungarische Hochstapler und russische Geheimagenten, chinesische Schiffskapitäne und japanische Detektive, sadistische Deutsche und französische Sträflinge, polnische Widerstandskämpfer und italienische Nachtclubbesitzer und einmal sogar einen Zirkusclown. Doch egal, welche Rolle – es sind seine Augen, die sich einprägen. Dieser Blick mit halbgeschlossenen Lidern, der Melancholie ausdrücken kann oder Dämonie, je nachdem, welcher Figur er seine Kunst leiht.

I Was an Adventuress

Peter Lorre in I Was an Adventuress (Gregory Ratoff, US 1940) mit Vera Zorina

Peter Lorre, Schauspieler (1904–1964). Geboren als Laszlo Löwenstein im slowakischen Rosenberg, aufgewachsen in Wien, 1933 aus Deutschland vertrieben, in Hollywood eine glänzende Karriere gemacht. Er lebte für die Bühne, die Arbeit vor der Kamera, die Auftritte im Radio und Fernsehen: ein Jahrzehnt spielte er Theater, 35 Jahre ununterbrochen beim Film, 150 Mal war er im Rundfunk „on the Air“ und später auch noch mindestens fünf Mal jährlich in einer TV-Show.

Mit sieben ausgewählten Filmen erinnert das Programm „Mysterious Mr. Lorre“ an diesen überragenden Protagonisten des deutschsprachigen Filmexils: angefangen mit einer Folge von Alfred Hitchcock Presents über das große Technicolor-Cold-War-Musical Silk Stockings und ein Double-Feature des Meisterdetektivs Mr. Moto bis zu seiner einzigen Regiearbeit – Der Verlorene, eines der bleibenden Werke des deutschen Nachkriegskinos.

(Brigitte Mayr & Michael Omasta, SYNEMA)

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Peter Lorre – Schauspieler in Wien, Berlin und Hollywood

Brigitte Mayr und Michael Omasta (Red.)
Mit Beiträgen von Curt Siodmak, Romuald Karmakar, Peter Nau, Pem, Lutz Koepnick, Michael Omasta und Brigitte Mayr sowie einer biografischen Notiz

Lange bevor Peter Lorre mit der Hauptrolle in Fritz Langs Klassiker M – Eine Stadt sucht einen Mörder berühmt wurde, stand er in Wien als Komiker auf der Bühne und vor der Kamera. Dennoch ist er zeit seines Lebens auf Mörder, Psychopathen, Sadisten wie auch Masochisten abonniert geblieben. Vor allem in Hollywood, wo er nach seiner Vertreibung aus Deutschland 1933 mit Stars wie Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Paul Henreid, Hedy Lamarr, Cary Grant, Lauren Bacall, Conrad Veidt und Boris Karloff drehte.

Bis heute zählt Peter Lorre – 1904 als László Löwenstein in Rosenberg geboren, 1964 in Hollywood gestorben – zu den beeindruckendsten Protagonisten in der Geschichte des Filmexils. Zudem schuf er mit Der Verlorene, seiner einzigen Regiearbeit, eines der überragenden Werke des deutschen Nachkriegskinos.

Die vorliegende Hommage an Peter Lorre verfolgt seine Filmkarriere bis an die Anfänge zurück, begleitet ihn auf seinem Weg ins US-Exil, widmet sich den Augen, den Händen und der unverwechselbaren Stimme dieses großartigen Schauspielers. Es ist schon so, wie Hanns Zischler einmal geschrieben hat: „Wenn wir die Augen schließen, ergreift uns Peter Lorres Stimme – wenn wir sie öffnen, können wir uns an seinem verschatteten Blick nicht sattsehen.“

SYNEMA-Publikationen (Wien) 2014.
40 Seiten, zahlr. Fotos, ISBN 978-3-901644-60-3, Preis: Euro 7.-

Peter Lorre war in den letzten Jahren immer wieder im Programm von KINO UNTER STERNEN zu finden (M – Eine Stadt sucht einen Mörder, Casablanca, The Raven, Passage to Marseille (US 1944, Michael Curtiz), The Beast With Five Fingers)

In Kooperation mit       Logo Filmmuseum   und      synema.logo_

 

 

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Filme mit Peter Lorre im Programm von Kino unter Sternen 2014

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