werner schwarz und christian schreibmueller

Tote Körper tanzen anders.

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Werner Schwarz (Kurator der Ausstellung BESETZT! im Wien Museum) spricht mit Christian Schreibmüller, der nicht nur Fotograf und Poet ist, sondern Obmann der Punk-Location Gassergasse war. Und außerdem: Wiener New-Wave-Pop der frühen 80er, aufgelegt von Gerhard Stöger.

21.30 Film: Wiener Brut

Christian Schreibmüller
geb. 1949, Fotograf, Autor, Schauspieler und Filmer, von 1981-1983 Obmann
des Betreibervereins im selbstverwalteten Kultur- und Komunikationszentrum
Gassergasse (GAGA)

Werner Schwarz
ist Historiker und als Kurator für das Wien Museum tätig. Er gilt als Spezialist für Mediengeschichte, Arbeitswelt und Freizeitkultur. Er war Initiator und  Kurator der Ausstellung “Wien im Film” im Jahr 2010.

Gerhard Stöger
sammelt Schallplatten und schreibt über Musik, hauptsächlich für den Falter. Gemeinsam mit drei Kollegen arbeitet er gerade an einem Buch über die Geschichte der Wiener Popmusik, das 2013 erscheinen soll.

Die Punk- und New-Wave-Kultur der ausgehenden 70er- und beginnenden 80er-Jahre hat die Popmusik nachhaltig verändert. Nicht mehr Können war gefragt, sondern Kreativität; die gute Idee war weit wichtiger als das musikalische Handwerk. Auch im verschlafenen Wien entstand damals eine agile Do-It-Yourself-Popszene mit neuen Plattenlabels, neuen Lokalen, neuen Medien und vielen teils nur kurzlebigen neuen Bands. Sie trugen seltsame Namen wie Rassemenschen helfen armen Menschen, Viele Bunte Autos, Karl Gott, Leider keine Millionäre, Hotel Morphila Orchester, Blümchen Blau, Rosachrom, Molto Brutto, Chuzpe oder Monoton, und sie spielten so eigensinnige wie interessante Musik zwischen Synthiepop und Artrock, elektronischem Experiment und Neue-Deutsche-Welle-Aneignung, Punkrock, Powerpop und No-Wave-Attacke. In einem kurzen DJ-Set präsentiert Gerhard Stöger einige dieser Genialen Dilettanten aus Wien, die einst auch in Filmen wie „Malaria“ oder eben „Wiener Brut“ verewigt wurden.

Infos zur Ausstellung im Wien Museum Besetzt!


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