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       Sonntag, 3. Juli 2016
       20:30 Uhr
       Exilbezug • free admission • Lecture •

Robert, Edgar, Fred and Billie too

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Von den Menschen hinter Menschen am Sonntag. Einführung von Brigitte Mayr und Michael Omasta

21.30 Film: Menschen am Sonntag

Brigitte_MayrBrigitte Mayr
1958 in Linz/Donau geboren. Wissenschaftliche Leitung von SYNEMA – Gesellschaft für Film & Medien, einer interdisziplinären Schnittstelle zur Vermittlung zwischen Theorie und Praxis, Kunst und Wissenschaft der audiovisuellen Medien. (Co-)Konzeption zahlreicher Symposien und begleitender Filmschauen; (Co-)Herausgeberin u. a. von Carl Mayer, Scenar[t]ist. Ein Script von ihm war schon ein Film (2003); FilmDenken / Thinking Film – Film & Philosophie (2005); Falsche Fährten in Film und Fernsehen (2007); Script: Anna Gmeyner. Eine Wiener Drehbuchautorin im Exil (2009), Paul Czinner – Der Mann hinter Elisabeth Bergner (2013); Manfred Neuwirth – Bilder der flüchtigen Welt (2014).

 

omastaMichael Omasta
1964 in Wien geboten. Filmredakteur der Wiener Wochenzeitung Falter, daneben Essays und Filmkritiken. (Co-)Kurator von Filmreihen und Retrospektiven. Vorstandsmitglied von SYNEMA – Gesellschaft für Film & Medien. (Co-)Autor und Herausgeber von Aufbruch ins Ungewisse. Österreichische Filmschaffende in der Emigration vor 1945 (1993); Schatten. Exil. – Europäische Emigranten im Film noir (1997); Tribute to Sasha. Das filmische Werk von Alexander Hammid (2002); John Cook. Viennese by Choice, Filmemacher von Beruf; Fritz Rosenfeld, Filmkritiker (beide 2006); Josef von Sternberg. The Case of Lena Smith (2007); Wolf Suschitzky: Films (2010), Romuald Karmakar (2010); Amos Vogel: Ein New Yorker Cineast aus Wien (2011); Charles Korvin – Erinnerungen eines Hollywoodstars aus Ungarn (2012); Peter Lorre – Schauspieler in Wien, Berlin und Hollywood (2014).

Unser BuchtipWilder-webp zu Menschen am Sonntag und mehr zu Billy Wilder finden Sie in der SYNEMA-Publikation:
Gerd Gemünden: „Filmemacher mit Akzent. Billy Wilder in Hollywood“

Das Wien des Fin de Siècle und das Berlin der Weimarer Republik haben Billy Wilders Karriere ebenso geprägt wie die Erfahrung von Vertreibung und Exil. Amerika wurde ihm schnell eine neue Heimat, es vervollständigte seinen Charakter, blieb aber stets auch eine fremde Kultur. Die Sprache des klassischen Hollywood-Films beherrschte der gefeierte Meister des Unterhaltungskinos fließend, dennoch behielt er zeitlebens einen starken Akzent. Seine Drehbücher und Filme sind mit jüdischem Humor, Wiener Jahrhundertwende-Dekadenz und weimardeutscher Moderne durchsetzt. Klassiker wie Double Indemnity, Sunset Boulevard, Some Like It Hot oder The Apartment gehören in das Pantheon des amerikanischen Films, aber sie bezeugen auch die differenzierte Sichtweise eines in der Fremde geborenen Künstlers, der bewusst zwischen Kulturen und Traditionen vermittelt und dabei ein ganz eigenes, unverwechselbares Idiom geschaffen hat. Wilders Werk besitzt eine entschieden transkulturelle Dimension, die bislang weitgehend unberücksichtigt geblieben ist.

Aus dem Vorwort von Volker Schlöndorff:

„Billy Wilder ist schwer zu übertrumpfen, denn alles, was man über ihn schreibt, hat verglichen mit seinem Witz nicht mal halb so viel Unterhaltungswert. Gerd Gemünden allerdings gelingt ein kleines Wunder: Sein Filmemacher mit Akzent ist eine ebenso kurzweilige wie ansprechende Lektüre, die Wilder, einen vermeintlichen Zyniker, als den Moralisten zeigt, der er in Wirklichkeit war.“

218 Seiten, 60 s/w Fotos, ISBN 978-3-901644-20-7
SYNEMA-Publikationen (Wien), € 25.-

Direkt zu bestellen bei: office [at] synema.at


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