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Vorfilm Der Rabe + The Raven

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Vorprogramm: Das Wolfsgeheul-Quiz

Vorfilm: Der Rabe
A 1951. Regie: Kurt Steinwendner. Mit Leopold Rudolf, Margit Jergius. 13 Min.
„Mitternacht umgab mich schaurig, als ich einsam, trüb und traurig, / Sinnend saß und las von mancher längstverklung’nen Mähr’ …“ Filmexperiment nach Edgar Allan Poes romantisch schwermütigem Gedicht von 1845: Kurt Steinwendner und Kameramann Wolfgang Kudrnovsky ziehen alle Register – von Negativfilm und Schwarzkader über Doppelbelichtung und Flicker bis zu bewusst unscharfen Close-ups – und entfalten ein dichtes Netz an poetischen Assoziationen. Verstörend, damals.

 

The Raven
US 1963. Regie: Roger Corman. Mit Vincent Price, Peter Lorre, Boris Karloff, Hazel Court, Jack Nicholson, Olive Sturgess. 86 Min. OF

Exilbezug: Peter Lorre (Schauspieler), geboren 1904 als Laszlo Löwenstein in Rosenberg (österr.- ungar. Monarchie)

Ein alter Rabe klopft eines Nachts im 15. Jahrhundert bei Hexenmeister Craven ans Fenster und stellt sich ihm als Kollege vor. Ein herzhaftes Menü aus gekochtem Fledermausblut, Spinnen in Gelee, dem Auge eines Wiesels und den Haaren eines toten Mannes verhilft dem kleinen Magier Bedlo wieder zu seiner menschlichen Gestalt, und mit vereinten Kräften zieht man ins Duell mit dem bösen Zauberer Dr. Scarabus. Die grandiose Besetzung macht The Raven zu einem Höhepunkt von Cormans burleskem Stegreifkino: eine knallbunte Feerie, der Peter Lorre als allzu geschwätziger Rabe/Bedlo die komödiantischen Glanzlichter aufsteckt.


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