The Gentleman in Room 6

Vorfilm: The Gentleman in Room 6

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US 1951. Regie: Alexander Hammid. Mit Hans Heinrich von Twardowski, Norma Winters, Daniel Ocko. 11 Min.

„The most suspenseful thousand feet of film ever made!“, so der Hollywood Reporter über diese surreale Fingerübung in subjektivem Erzählen, die Avantgardefilmer Alexander Hammid und sein genialer Kameramann Boris Kaufman binnen drei Tagen realisierten (und die Jahre später noch Martin Scorsese zu seinem Anti-Vietnam-Grusical The Big Shave inspirieren sollte). In einem ärmlich möblierten Hotelzimmer in Südamerika gibt ein Fremder schwer verständliche Befehle an seine letzten Getreuen aus. Erst ganz am Ende, wenn er mit Rasiermesser vor einen Spiegel tritt, zeigt der Unbekannte sein wahres Gesicht: Es ist – Adolf Hitler!

Alexander Hammid, geboren 1907 in Linz, gestorben 2004 in New York. – Seinen ersten eigenen Film Spaziergang ins Blaue – Bezúcelná procházka, ein kleines Meisterwerk, drehte er 1930 als Alexander Hackenschmied in der Tschechoslowakei, seinen letzten 1986 als Alexander Hammid in Amerika. Dazwischen liegt eine bemerkenswerte Karriere als Fotograf, Filmkritiker, Ausstatter, Kameramann, Editor, Regisseur und Pionier des IMAX-Kinos. Als Hackenschmied mit Crisis – A Film of the „Nazi Way“ Stellung gegen den Faschismus bezieht, muss er 1939 in die USA emigrieren, wo er nach Aufträgen für das Office of War Information mit Maya Deren – die Hammid, wie er sich jetzt nennt, 1942 auch heiratet – als Kameramann an Filmen wie Meshes of the Afternoon zusammenarbeitet, die für die Avantgardebewegung bis heute prägend sind.

 

Bei Synema über Alexander Hammid erschienen:

Michael Omasta (Hg.)
TRIBUTE TO SASHA. Das filmische Werk von Alexander Hammid – Regie, Kamera, Schnitt und Kritiken
Mit Beiträgen von Miriam Arsham, James Benning, Michal Bregant, Loren Cocking, Stefan Grissemann, Eva Hohenberger, Michael Loebenstein, Brigitte Mayr, Michael Omasta, D A Pennebaker, Bayley Silleck, Douglas Slocombe und Amos Vogel sowie Schriften zum Film von Alexander Hackenschmied, einem Gespräch mit Alexander Hammid und einer kommentierten Biblio- und Filmografie
Deutsch / Englisch, 240 Seiten, Broschur, 80 Fotos, Euro 25
SYNEMA-Publikationen (Wien) ISBN 978-3-901644-08-5
Tribute to SashaDas Kino im Allgemeinen, die Avantgarde und der Dokumentarfilm im Besonderen, verdanken ihm viel: Seinen ersten eigenen Film SPAZIERGANG INS BLAUE – BEZÚCELNÁ PROCHÁZKA, ein kleines Meisterwerk, drehte er 1930 als Alexander Hackenschmied in der Tschechoslowakei, seinen letzten 1986 als Alexander Hammid in Amerika. Dazwischen liegt eine bemerkenswerte Karriere als Fotograf, Filmkritiker, Ausstatter, Kameramann, Editor, Regisseur und Pionier des IMAX-Kinos. Als Hackenschmied mit CRISIS – A FILM OF THE „NAZI WAY“ Stellung gegen den Faschismus bezieht, muss er 1939 in die USA emigrieren, wo er nach dokumentaristischen Propaganda-Aufträgen für das Office of War Information, mit Maya Deren, die Hammid, wie er sich nun nennt, 1942 auch heiratet, als Kameramann an jenen Filmen zusammenarbeitet, die wie MESHES OF THE AFTERNOON die Avantgardebewegung nachhaltig prägen werden.
„Tribute to Sasha“ zeichnet Leben und Werk von Alexander „Sasha“ Hammid (1907-2004) nach. Mit Beiträgen und Tributes von Miriam Arsham, James Benning, Michal Bregant, Loren Cocking, Stefan Grissemann, Eva Hohenberger, Michael Loebenstein, Brigitte Mayr, Michael Omasta, D.A. Pennebaker, Bayley Silleck, Douglas Slocombe und Amos Vogel sowie Schriften zum Film von Alexander Hackenschmied, einem Gespräch mit Alexander Hammid und einer kommentierten Biblio- und Filmografie.


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